Auf dem Piano-Grande – Castelluccio, Umbrien

Öl auf Malkarton, 50 x 60 cm
2013 – 2015

 

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Beschreibung

Ich hatte gelesen, dass man sich fühle, wenn man auf das 1400 Meter hohe Piano Grande reise, als sei man auf einem fremden Planeten gelandet. Ja, dass einem sogar der Atem stocke, wenn man den letzten Hügel überwunden habe und auf das vor einem liegende Tal blicke. Blühende Blumenfelder, satte Wiesen, Gersten-,Roggen-, Lavendel-, Linsenfelder, grasende Schafe und Rinder, wohin man auch schaue, je nach Jahreszeit eine samtig-grüne oder rot-gelbe oder bläulich-weiße Naturschönheit. Und das alles eingerahmt von den einzigartigen Sibillinischen Bergen. Je höher wir aber kamen, desto öfter fegten uns neblige Wolkenfetzen entgegen. Als wir dann die höchste Stelle der schmalen Straße erreicht hatten und um die Kurve gefahren waren – hier sollten man diesen atemberaubenden Blick auf die Hochebene des Piano Grande haben – sahen wir vor lauter Wolken nichts, rein gar nichts. Feuchte, schwere Wolken schienen am Boden zu kleben. Wir waren sehr enttäuscht. Nach einigen Minuten jedoch begann es aufzuklaren, wie von Geisterhand wurden die weißen Schwaden zur Seite gefegt und dann hatte man bald diesen einzigartigen Blick, den ich Jahre später gemalt habe. Die kleine Ortschaft Castelluccio wurde bald von der Sonne beleuchtet, sogar vereinzelte Gipfel der Monti Sibillini wurden sichtbar und vor uns im Tal lag die bunte Farbenpracht. Wirklich, ein anderer Planet lag uns zu Füßen. Ein unvergessener magischer Augenblick. Überwältigend.